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Engagement für die Lehre mit 50.000 Euro ausgezeichnet –Dr. Marc Sacher zum Fellow der Joachim-Herz-Stiftung ernannt

Für sein Projekt „Das kompetenzorientierte physikalische Praktikum“ erhielt Dr. Marc Sacher, wissenschaftlicher Leiter der Grundpraktika im Department Physik, eines der fünf Fellowships der Joachim-Herz-Stiftung 2013 für innovative Lehrkonzepte. Ziel der Fellowships, die mit jeweils 50.000 Euro dotiert sind, ist die systematische Weiterentwicklung der Hochschullehre in curricularer, didaktischer und methodischer Hinsicht.

Die Vorsitzende des Vorstandes der Joachim-Herz-Stiftung, Petra Herz, erklärt: „Zukunftsweisende Forschung basiert auf einer ausgezeichneten Ausbildung. Studierende müssen durch neueste Forschungsergebnisse und mit moderner Didaktik und Methodik für die Inhalte ihres Faches begeistert werden. Dazu leisten die nun ausgezeichneten Wissenschaftler einen wichtigen Beitrag.“

„Die Universität Paderborn hat das Praktikumskonzept von Dr. Marc Sacher im Jahr 2012 mit dem Förderpreis für Innovation und Qualität in der Lehre ausgezeichnet“, sagt Prof. Dr. Dorothee M. Meister, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Universität Paderborn: „Wir freuen uns außerordentlich, dass sein innovatives Konzept nun auch deutschlandweit Anerkennung findet und er mit dem Fellowship die Möglichkeit erhält, mit anderen Lehrenden in den interdisziplinären Diskurs zu treten.“

Das physikalische Praktikum ist einer der zentralen Pflichtbestandteile im Studiengang Physik sowie obligatorisch in anderen naturwissenschaftlichen bzw. technischen Disziplinen. Zentrales Ziel des Konzepts für das neu entwickelte kompetenzorientierte Praktikum ist es, die für Physiker elementaren experimentellen Kompetenzfacetten zunächst separat und später integriert zu fördern. Darüber hinaus werden auch Kommunikations- und Selbstkompetenzen der Studierenden strukturiert entwickelt. Neben den klassischen Experimenten zur Messwerterfassung und Auswertung gibt es spezielle Aufgaben und Diskussionsrunden, bei denen Versuchsaufbauten optimiert entwickelt oder verglichen werden müssen. Betreuer begleiten den individuellen Lernprozess der Studierenden durch eine konsequent konstruktivistische Haltung, sie setzen gezielt Impulse. Die Bewertung der Studierenden erfolgt über eine begleitende Beobachtung durch die Betreuenden. Die dafür notwendigen Grundlagen zur Diagnose, Förderung und Bewertung der Fähigkeiten der Studierenden werden in einer speziell entwickelten 4-tägigen Schulung erlernt.

Einen ersten Akzent auf die verstärkte Förderung experimenteller und kommunikativer Fähigkeiten in der Ausbildung angehender Physiker setzte Marc Sacher mit der Konzeption der Lehrveranstaltung „Event-Physik“, die durch zahlreiche öffentliche Veranstaltungen u.a zum 40-jährigen Geburtstag der Universität bekannt ist. Für das Konzept wurde er 2010 mit dem Lehrpreis der Universität Paderborn ausgezeichnet.

Die vier weiteren Fellowships der Joachim-Herz-Stiftung gehen an Prof. Dr. med. Martin Fischer (LMU München, Lehrstuhl für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin), Prof. Dr. Thomas Friedrich (TU Berlin, Institut für Chemie), Prof. Dr. Christoph Gehlen (TU München, Ingenieurfakultät, Lehrstuhl für Baustoffkunde und Werkstoffprüfung) und Prof. Dr.-Ing. Daniel Schilberg (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Fakultät für Maschinenwesen).

Infos unter:
www.stifterverband.de/lehrfellows2013

 

Weitere Informationen:

Die Joachim-Herz-Stiftung vergab zum dritten Mal gemeinsam mit der Baden-Württemberg Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft insgesamt vierzehn Fellowships. Die ausgezeichneten Fellows werden neue Ideen für bessere Lehr- und Prüfungsformate entwickeln und einzelne Module bzw. Studienabschnitte wie Studieneingangs- oder Praxisphasen, neugestalten. Durch die Vernetzung der Fellows werden der Austausch über Hochschullehre und die Verbreitung der entwickelten Projekte befördert. Bewerben konnten sich Lehrende aller Statusgruppen – der wissenschaftliche Mitarbeiter sowie die Professorin - egal welches Fach sie an staatlichen oder privaten Hochschulen Deutschlands unterrichten. Eine Jury aus Vertretern verschiedener Fachrichtungen und der Hochschuldidaktik sowie Studierenden wählte aus den 157 eingereichten Konzepten die Besten ausgesucht.

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