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Foto (Matthias Groppe): Holographie-Apparatur von Herrn Dr. Andreas Redler

Foto: Foto (Matthias Groppe): Holographie-Apparatur von Herrn Dr. Andreas Redler

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Physik-Club startet Wetterballon - Faszinierende Bilder eines Ausflugs in die Stratosphäre

Der Physik-Club des Departments Physik startete zum ersten Mal einen Wetterballon, der eine Filmkamera bis auf eine Höhe von etwa 30.000 m beförderte und faszinierende Bilder zurück mit auf die Erde brachte. Neben den Clubmitgliedern - Schülerinnen und Schülern aus Paderborner - versammelten sich auch eine ganze Reihe von Physikstudierenden auf der Wiese unterhalb des Optoelektronikgebäudes P8, um den Start mitzuerleben. Bei fast windstillem Sommerwetter stieg der Ballon nahezu senkrecht über dem Uni-Campus in die Höhe und war noch minutenlang als von der Sonne angeleuchteter Punkt am Himmel zu erkennen.

„Wir haben den Ballon mit 2000 Litern Helium befüllt, damit er sein Gesamtgewicht von 1,3 kg auf die gewünschte Höhe befördern kann“, sagt Finnegan Pichnik, mit 13 Jahren der jüngste Teilnehmer des Clubs. Tobias Faulborn (17) und Lena Handstein (14) befestigten eine Styroporbox mit integrierter Kamera und einem GPS-Tracker am Ballon unmittelbar vor dem Start. Vorab musste eine Flugverkehrskontrollfreigabe der Deutschen Flugsicherung und eine Startfreigabe des Flughafens Paderborn-Lippstadt eingeholt werden.

„Der Ballon dehnt sich wegen des sinkenden atmosphärischen Drucks immer mehr aus und erreicht kurz vor dem Zerplatzen in der Stratosphäre einen Durchmesser von etwa 12 bis 15 Metern abhängig von Startvolumen und Ballonqualität“, erläutert Dr. Gerhard Berth, Leiter des Physik-Clubs und Akademischer Rat im Department Physik. „Nach Anforderung per SMS sendet der GPS-Empfänger seine letzte erfassbare Position an das „Wächter-Handy“. Nach einer geschätzten Gesamtflugzeit von zwei Stunden werden uns die Landekoordinaten zuverlässig übermittelt. Die Landestelle ist dann auf etwa 30 mal 30 Meter genau bekannt“, erklärt Michael Rüsing, studentische Hilfskraft des Physik-Clubs. Zehn Freiwillige, darunter Studenten und Mitglieder des Physik-Clubs, durchsuchten am frühen Abend ein Maisfeld nahe Delbrück. Nach systematischer Suche fand schließlich Finnegan Pichnik die Styroporbox samt Ballonresten. Erleichtert stellten alle fest, dass das gesamte technische Equipment den Sturz unbeschadet überstanden hat.

Im Physik-Club des Departments Physik treffen sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufen der Paderborner Schulen wöchentlich, um sich unter kompetenter Anleitung eines Teams um Dr. Gerhard Berth mit spannenden physikalischen Fragen zu beschäftigen. Das nächste Treffen findet nach den Sommerferien statt. Hinweise und Infos hierzu finden sich dann auf der  Webseite des Physik-Clubs. Neue Mitglieder sind herzlich Willkommen.

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