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Foto (Matthias Groppe): Holographie-Apparatur von Herrn Dr. Andreas Redler

Foto: Foto (Matthias Groppe): Holographie-Apparatur von Herrn Dr. Andreas Redler

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Universität Paderborn, Department Physik: Prof. Dr. Klaus Lischka in den Ruhestand verabschiedet - Prof. Dr. Dirk Reuter ist neuer Lehrstuhlinhaber

Der Dekan des Departments Physik, Prof. Dr. Torsten Meier, verabschiedete Prof. Dr. Klaus Lischka nach rund 20 Jahren Forschung in der experimentellen und angewandten Physik an der Uni Paderborn in den Ruhestand. Klaus Lischka leitete den Lehrstuhl für „Physik und Technologie optoelektronischer Halbleiter“ seit 1993 und forschte im Bereich der Manipulation von Quantenzuständen mit dem Ziel der Realisierung von Bauelementen für die Quanteninformation. Seine Arbeitsgruppe für optoelektronische Materialien und Bauelemente gehört zum CeOPP (Center of Optoelectronics and Photonics Paderborn), das seit 2006 gemeinsam mit Elektrotechnikern und Chemikern erfolgreiche interdisziplinäre Spitzenforschung in Paderborn betreibt. 1993 gelang es Prof. Klaus Lischka mit seinem Kollegen Prof. Dr. Donat J. As neue Halbleiter für Anwendungen in der Hochtemperatur- und Optoelektronik zusammen mit einem japanischen Unternehmen zu entwickeln, die z.B. in der Motorensteuerung eingesetzt werden können.

Klaus Lischka promovierte 1973 an der Universität Wien bei Prof. Dr. K.H. Seeger. Bis 1983 arbeitete er als Univ. Assistent in der Abteilung für Festkörperphysik bei Prof. H. Heinrich am Institut für Experimentalphysik der Universität Linz. Nach seiner Habilitation 1983 war er seit 1989 Leiter des Forschungsinstituts für Optoelektronik an der Universität Linz und folgte 1993 dem Ruf an die Uni Paderborn.

Seine Nachfolge tritt Prof. Dr. Dirk Reuter an. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. die Molekularstrahlepitaxie von Halbleiternanostrukturen, die die Basis von modernen opto-elektronischen Bauelementen wie z. B. Laserdioden, Quantenkaskadenlasern oder Photodetektoren bilden. Dabei decken die untersuchten Materialsysteme den weiten Spektralbereich vom fernen Infraroten (THz-Bereich) bis zum Ultravioletten ab. Außerdem werden Heterostrukturen für Hochleistungstransistoren erforscht. Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich auch mit Halbleiterstrukturen für die Quanteninformationsverarbeitung. Hier ist insbesondere die Herstellung und Charakterisierung von Halbleiterquantenpunktstrukturen zu nennen. Diese bilden u. a. die Grundlage für neuartige Bauelemente zur Realisierung quantenkryptografischer Übertragungsstrecken, die auf Basis einzelner Photonen eine absolut abhörsichere Übertragung von Daten ermöglichen.

Prof. Dr. Dirk Reuter studierte Physik an der RWTH Aachen, promovierte 1997 am MPI für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale) bei Prof. J. Kirschner und habilitierte im Mai 2007 in der Experimentalphysik an der Ruhr-Universität Bochum, an der er bis zu seinem Ruf an die Uni Paderborn als Privatdozent lehrte.

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