Zwei Ar­ti­kel be­leuch­ten neu­ar­ti­ge Li­thi­um-Ni­o­bat-Tan­ta­lat-Misch­kris­tal­le für die Quan­ten­op­tik

Die Gruppe Integrierte Quantenoptik unter Leitung von Prof. Christine Silberhorn, zusammen mit Kooperationspartnern der Universität Osnabrück unter Leitung von Prof. Mirco Imlau, hat zwei Artikel in Optical Materials Express veröffentlicht, die Lithium-Niobat-Tantalat (LNT)-Mischkristalle umfassend für quantenoptische Anwendungen untersuchen. Diese Arbeiten untersuchen die optischen Eigenschaften von LNT sowohl aus linearer als auch aus nichtlinearer Perspektive und bieten eine vollständige Grundlage für Forscher/innen, die mit diesen Materialien arbeiten.

Lithiumniobat und Lithiumtantalat sind beides kristalline Materialien, die in optischen Anwendungen verwendet werden. Wenn sie in unterschiedlichen Verhältnissen gemischt werden, bilden sie Mischkristalle, deren optische Eigenschaften kontinuierlich zwischen den beiden reinen Materialien angepasst werden können. Der erste Artikel, der von unseren Osnabrücker Kooperationspartnern federführend geschrieben wurde, liefert präzise Messungen der Brechungsindizes als Funktion der Wellenlänge über verschiedene Zusammensetzungen hinweg und stellt die grundlegenden optischen Parameter durch Sellmeier-Koeffizienten bereit, die für die Entwicklung quantenoptischer Anwendungen wesentlich sind. Aufbauend auf dieser linearen Charakterisierung untersucht der zweite Artikel der IQO Gruppe, wie diese Abstimmbarkeit die Entwicklung von Materialien mit spezifischen Eigenschaften für quantenoptische Anwendungen ermöglicht, z.B. für neuartige Quantenlichtquellen mit maßgeschneiderten Eigenschaften.

Diese Forschung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durch die Forschungsgruppe FOR 5044 (www.for5044.de) gefördert. Das FOR 5044-Projekt in Paderborn konzentriert sich auf die Weiterentwicklung ferroelektrischer Domänenwand-basierter Nanoelektronik und verwandter Technologien.

Beide Artikel sind Open Access und für jeden frei zugänglich.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier: https://doi.org/10.1364/OME.592892

Den Artikel der Osnabrücker Partner finden Sie hier: https://doi.org/10.1364/OME.592118