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"Didaktik des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts"
Aktuelles aus der Arbeitsgruppe
Die drei Arbeitsgruppen der Paderborner Sachunterrichtsdidaktik Prof. Dr. Andrea Becher (Sachunterrichtsdidaktik Lernbereich Gesellschaftswissenschaften, Fakultät Kulturwissenschaften), Prof. Dr. Eva Blumberg (Didaktik des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts, Fakultät Naturwissenschaften) und Prof. Dr. Claudia Tenberge (Sachunterricht mit sonderpädagogischer Förderung, Fakultät Naturwissesnchaften) freuen sich gemeinsam mit ihrem Tagungsteam über die erfolgreiche Ausrichtung der digitalen 30. GDSU-Jahrestagung.
Sowohl die GDSU-Nachwuchtagung (3.-4. März 2021) als auch die GDSU-Jahreshaupttagung (4.-5. März 2021) waren mit über hundert Nachwuchswissenschaftler*innen an den ersten beiden Tagen bzw. knapp über 400 Teilnehmer*innen während der Haupttagung sehr gut besucht.
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...zur GDSU-Homepage www.gdsu.de/wb und zum Tagungsprogramm.
Tagungsthema: Sachunterricht in der Informationsgesellschaft
Informationen und Daten, ihre Nutzung, Deutung, Entwicklung und Erstellung prägen unsere Gesellschaft. Vor allem Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), ihre An- und Verwendung sowie die Interaktion mit diesen nehmen maßgeblichen Einfluss auf das tägliche Leben. Die Umschreibung dieser gesellschaftlichen Transformationen mit dem Begriff der Informationsgesellschaft stammt aus den 1980ern und wird zusammen mit dem der Wissensgesellschaft verwendet. Sowohl die Beschaffung von Informationen und Wissen als auch ihre Generierung, zum Beispiel durch die sozialen Medien, ist für immer mehr Menschen möglich, womit häufig die Annahme einhergeht, dass diese auch stets verfügbar seien. Inwieweit Informationen und Wissen tatsächlich für jeden zugänglich, nutzbar und gestaltbar sind, ist für einen Sachunterricht in der Informationsgesellschaft eine bildungstheoretische sowie fachdidaktische Frage. Denn Teil der Informationsgesellschaft zu sein, bedeutet auch, diese mehr oder weniger bewusst mit- und auszugestalten.
Der Bildungsauftrag, Lernende dabei zu unterstützen, sich ihre Lebenswelt(en) zu erschließen, ist leitend für den Sachunterricht und seine Didaktik: Alle – Schüler*innen, Lehrer*innen, Studierende, Lehramtsanwärter*innen – sind dabei zu unterstützen, sich die Möglichkeiten und Grenzen der Informationsgesellschaft zu erschließen und diese reflektieren zu können sowie Handlungs-, Orientierungsoptionen und -fähigkeiten zu erkennen und auszubilden. Dies meint nicht nur den Umgang mit Informationen und/oder IKT sowie deren kritischkonstruktive Einordnung und Reflexion im Sinne von Mündigkeit, sondern auch eine Bewusstwerdung über die gesellschaftlichen Transformationsprozesse in Vergangenheit und Gegenwart sowie deren Auswirkungen auf private wie öffentliche Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeiten. Sachunterricht in der Informationsgesellschaft bedarf ausdrücklich der Gestaltungsmöglichkeiten sowie der Ausbildung und Stärkung von Selbstbestimmungs-, Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit.
Ziel der Tagung ist es, über Bedingungen, Gestaltung und Realisierung von Sachunterricht und seiner Didaktik in der Informationsgesellschaft in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu reflektieren, empirische Befunde, die in diesem Kontext vorhanden sind, zu diskutieren sowie bereits entwickelte Vorstellungen und Konzepte dahingehend zu erörtern, wie das Lernen im gegenwärtigen wie zukünftigen Sachunterricht gefördert und unterstützt werden kann – auch und gerade unter den Voraussetzungen aktueller gesamtgesellschaftlicher Ereignisse und Einschnitte.