Vor­stel­lung und Zie­le des Pro­jekts

Digitale Bildung ist in der heutigen Zeit unabdingbar für eine mündige Teilhabe an der Gesellschaft und wird auch von der Politik immer mehr gefordert, wie beispielsweise an der Einführung des Pflichtfaches „Informatik“ in der Sekundarstufe I zu sehen ist (NRW L. , 2019). Mit der Einführung des Medienkompetenzrahmens sollen auch Grundschüler am Ende der vierten Klasse Probleme beschreiben und algorithmische Lösungsstrategien entwickeln können (NRW M., 2020). Bisherigen Erfahrungen - in Analogie zum technikbezogenen Sachunterricht - zeigen, dass die Hürde zur Auseinandersetzung mit informatikbezogenen Inhalten besonders groß ist, da die persönlichen Voraussetzungen aufgrund der eigenen Lernbiographie häufig als zu gering angesehen werden und eine Auseinandersetzung mit den neuen Möglichkeiten verhindert (Möller, Tenberge & Ziemann, 1996).

Aufgabe der universitären Lehrerausbildung ist es daher, die zukünftigen Lehrkräfte des Primar- und Sekundarbereichs auf diese neue Herausforderung vorzubereiten. Unter anderem kann damit ein Beitrag zur Umsetzung bildungs- und hochschulpolitischer Orientierungsrahmen und Rahmenkonzepte geleistet werden (PLAZ-Arbeitsgruppe: Buhl, et al., 2020). Im Kontext eines konstruktivistisch orientierten Lernverständnisses spielen dabei die analogen und digitalen Lehr- und Lernmaterialien, mit denen der Einstieg in die digitale Bildung erleichtert werden kann, eine besonders große Rolle (Möller, 2010).

Diverse Studien haben gezeigt, dass die Ausstattung der Schulen mit digitalen Lernmöglichkeiten stark vom jeweiligen Standort abweicht (Lorenz, et al., 2017; Eickelmann, et al., 2019). Da die Lehramtsstudierenden ihr zweites Mastersemester, das sogenannte Praxissemester, an nur einer Schule absolvieren, ergeben sich dadurch unterschiedliche Chancen und Möglichkeiten für die persönliche Weiterentwicklung, die im Bereich der digitalen Bildung stark von der jeweiligen Ausstattung der zugeteilten Schule abhängt. Um auch den Studierenden an einer Einrichtung mit unterdurchschnittlicher Ausstattung die Möglichkeit geben zu können, sich mit wichtigen Lernmaterialien auseinanderzusetzen, soll eine Ausleihmöglichkeit in Form von sogenannten „Digi-Koffern“ eingerichtet werden. Dieser soll verschiedene Lernroboter zur Anregung kognitiver Prozesse für eine informatische Grundbildung und didaktisch fundierte Unterrichtsvorschlägen beinhalten (Bergner, et al., 2018).

Be­tei­lig­te Ak­teur*in­nen

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Prof. Dr. Claudia Tenberge

Sachunterrichtsdidaktik mit sonderpädagogischer Förderung

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