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Fachpraktische Ausbildung von Paderborner Physiklehramtsstudenten

Ausgangslage & Ziel

Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Neu- und Weiterentwicklung eines Lehrkonzepts für experimentelle Fachpraktika in der universitären Lehrerausbildung von Physiklehrkräften des Lehramts für Haupt- und Realschulen sowie für die entsprechenden Jahrgänge von Gesamtschulen.

Die experimentelle, praktische und verpflichtende Fachausbildung der HRGe-Physiklehramtsstudierenden besteht aus den drei aufeinander aufbauenden Modulen Schulphysik I (Mechanik), Schulphysik II (Elektrizitätslehre, Magnetismus, Optik) und Schulphysik III (Atomphysik, Radioaktivität, Umweltphysik), jeweils bestehend aus Praktikum und Übung (vgl. Prüfungsordnung (B.Ed.) Physik HRGe. Stand: 04/2014).

Bei der Neu- und Weiterentwicklung soll der Kompetenzerwerb der Studierenden innerhalb der drei Module besser aufeinander abgestimmt werden. Zusätzlich sollen die einzelnen Module eine stärkere Vernetzung der fachlichen Inhalte, ein tiefergehendes Konzeptverständnis sowie der Aufbau eines angemessenen Verständnises der Natur der Naturwissenschaften, neben dem Erwerb von experimenteller Kompetenz erreicht werden. Hierzu wurde zunächst das Modul Schulphysik I hinsichtlich des Aufbaus und des Inhaltes komplett überarbeitet, implementiert und wissenschaftlich evaluiert.

 

Design & Methode

Die Lernwirksamkeit des neuen Lehrkonzepts der Schulphysik I wurde in einem Prä-Post-Design evaluiert. Hierzu füllen die Studierenden in der ersten und letzten Sitzung der Schulphysik I jeweils zwei schriftliche Wissenstests im multiple choice-Format aus. Um mögliche Veränderungen beim konzeptionellen Verständnis der Studierenden zu erheben wurde der FCI-Test eingesetzt. Um den Kompetenzzuwachs im Bereich wissenschaftlichen Experimentierens und Nature of Science zu untersuchen, sind die Testteile zu NOSI (Nature of Scientific Inquiry) und NOS (Nature of Scientific Knowledge) aus dem Test zum Fachwissen Physik in der Hochschulausbildung von David Woitkowski (2015) übernommen worden.

 

Ergebnis & Ausblick

Aus den Evaluationsdaten konnten erste Hinweise auf eine positive Lernwirkung des neuen Lehrkonzepts für die Schulphysik I abgeleitet werden.

Für eine kleine Stichprobe konnte gezeigt werden, dass sowohl das konzeptionelle Verständnis in der Mechanik als auch das Wissen über die Natur der Naturwissenschaften sowie deren Arbeitsweisen bei den Studierenden durch das neue Lehrkonzept gefördert werden. Die wissenschaftliche Begleitung dieser Lehrveranstaltung hat zudem tiefere Einblicke in die konzeptionelle Vernetzung des Wissens der Studierenden ermöglicht und bietet neben den Versuchsprotokollen, Antestaten sowie dem Verhalten der Teilnehmer beim Experimentieren eine zusätzliche Rückmeldung. Somit steht für die nächsten Durchgänge ein lernwirksames Lehrkonzept für die Schulphysik I zur Verfügung, welches es nun gilt auf die anderen beiden Module der fachpraktischen Ausbildung der Physiklehramtsstudierenden zu übertragen.

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Die Universität der Informationsgesellschaft