Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Foto (Matthias Groppe): Holographie-Apparatur von Herrn Dr. Andreas Redler

Foto: Foto (Matthias Groppe): Holographie-Apparatur von Herrn Dr. Andreas Redler

|

Prof. Dr. Lingling Huang erhält Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis

Die Physikerin Prof. Dr. Lingling Huang hat den renommierten Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. Nominiert wurde sie von dem Paderborner Physiker Prof. Dr. Thomas Zentgraf. Huang ist seit 2018 Professorin am Beijing Institute of Technology in Peking, China, und war zuvor ein Jahr als Gastwissenschaftlerin an der Universität Paderborn tätig. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung jährlich an bis zu 20 herausragende Wissenschaftler*innen vergeben, die im Ausland tätig sind. Der mit 45.000 Euro dotierte Preis wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und beinhaltet eine Einladung, ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben an einer wissenschaftlichen Einrichtung in Deutschland durchzuführen.

Huang beschäftigt sich mit Nanophotonik sowie Metamaterialien, speziell im Bereich der Holografie gehört sie international zu den meistzitierten Wissenschaftler*innen. Sie hat unter anderem ein Konzept zur Nutzung von Phasendiskontunitäten auf Metastrukturen entwickelt und damit dreidimensionale Hologramme erzeugt. In späteren Arbeiten konnte sie die Menge an Informationen, die in einem Hologramm gespeichert werden können, noch weiter steigern und die Begrenzungen bisheriger Konzepte zur Erzeugung von Hologrammen überwinden.

Die Zusammenarbeit mit der Gruppe von Zentgraf führte erst kürzlich zur Veröffentlichung eines Artikels in Science Advance. Darin wird eine Möglichkeit, Informationen mittels Metaoberflächen-Holografie aufzuteilen und an verschiedene Personen zu vergeben, vorgestellt. Die gesamte Information kann nur rekonstruiert werden, wenn alle beteiligten Personen ihre Teilinformationen zusammenlegen. Dies kann als Grundlage für neue, optische Verschlüsselungsverfahren genutzt werden.

„Das Department Physik der Universität Paderborn gratuliert ganz herzlich zur Verleihung dieses herausragenden Preises an Frau Professor Huang“, so Zentgraf. Um die Zusammenarbeit weiter zu fördern, ist bereits ein weiterer Forschungsaufenthalt der Wissenschaftlerin an der Universität Paderborn in Planung.

Kontakt

Thomas Zentgraf

Prof. Dr. Thomas Zentgraf

Ultraschnelle Nanophotonik

Zur Person

Die Universität der Informationsgesellschaft