„End­lich was fürs Le­ben ge­lernt.“ – Ei­ne in­ter­dis­zi­pli­näre Un­ter­richts­ein­heit zur Nach­hal­ti­gen Mo­bi­li­tät aus den Per­spek­ti­ven der Phy­sik und Ver­brau­ch­er­bil­dung

Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sollen Bürger:innen befähigt werden, zukunftsfähig und verantwortungsvoll zu handeln. Dazu gehört die Entwicklung interdisziplinärer Kompetenzen, um ökologische, ökonomische und soziale Dimensionen der Nachhaltigkeit sowie ihre Zielkonflikte zu erkennen und abzuwägen. Dies zeigt sich exemplarisch an der Diskussion um individuelle Mobilität, bei der physikalisch-technische, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zusammenspielen.

Die vorgestellte Unterrichtseinheit zur nachhaltigen Mobilität verknüpft Physik und Verbraucherbildung, um Lernen im Sinne von BNE zu fördern. Ausgangspunkt ist eine Fallbeschreibung einer Familie, die vor einer Mobilitätsentscheidung steht. Unterschiedliche Familienmitglieder vertreten dabei verschiedene, begründete Positionen zu Mobilität, die technische, ökologische und soziale Aspekte verbinden.

Die Schüler:innen erarbeiten in einem Stationenlernen fachliche Grundlagen (z. B. „Was kostet Mobilität wirklich?“, „Wirkungsgrade im Vergleich“ oder „Von der Sonne in den Akku“) und entwickeln anschließend eigene, begründete Lösungsvorschläge für die Familie. Die Erprobung zeigte, dass die Lernenden das Beispiel als authentisch wahrnahmen und differenzierte, multiperspektivische Ansätze im Sinne der BNE-Kompetenzen entwickelten.

Das hier zur Verfügung gestellte Materialpaket ist von den Urheber:innen Valentin Velum, Yvonne Webersen und Kirsten Schlegel-Matthies unter CC BY-SA 4.0 lizensiert.

Download der Materialien

Dank geht an Valentin Veltum für die Entwicklungsarbeit in:

  • Veltum, Valentin Andy (2024): Die Entwicklung und Erprobung einer interdisziplinären Lernumgebung der Fächer Physik und Hauswirtschaft (Verbraucherbildung) zum Thema „Nachhaltige Mobilität“. Masterarbeit an der Universität Paderborn (betreut durch Dr. Yvonne Webersen und Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies)